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Kaspar Villiger

Kaspar Villiger, 1941, ist der «eider Statesman» der Schweiz. Er brachte es in Politik und Wirtschaft zu höchsten Ehren und Ämtern, Seit zehn Jahren gibt er seine Erfahrungen in vielbeachteten Vorträgen und Schriften der Öffentlichkeit weiter.

Villiger studierte an der ETH Zürich Maschinenbau und schloss das Studium 1966 ab. Nach dem Tod des Vaters im selben Jahr übernahm er die Leitung der Zigarrenfabrik Villiger Söhne in Pfeffikon. Er kaufte die Fahrradfabrik Kalt in Buttisholz zu und baute sie unter dem Namen Villiger stark aus.

1972 wurde Villiger in den Luzerner Grossen Rat gewählt. 1982 bis 1987 wirkte er im Nationalrat, 1987 bis 1989 im Ständerat. Am 1. Februar 1989 wurde er als Nachfolger von Elisabeth Kopp in den Bundesrat gewählt und stieg aus dem Familienunternehmen aus. Zuerst stand er dem Militärdepartement vor, 1996 übernahm er bis zu seinem Ausscheiden Ende 2003 das Finanzdepartement. 1995 und 2002 war er Bundespräsident. Villiger wurde 2003 mit dem Fischhof-Preis (gegen Rassismus und Antisemitismus), 2016 mit dem Freiheitspreis der Friedrich-Naumann-Stiftung und 2021 mit dem Bonny-Preis für die Freiheit ausgezeichnet.

An der Generalversammlung 2009 wurde Kaspar Villiger zum Präsidenten des Verwaltungsrates der UBS gewählt, ein Amt, das er bis 2012 innehatte. Dafür gab er alle übrigen Verwaltungsratsmandate (Nestle, Swiss Re und NZZ) auf.

Zu seinen Werken zählen «Eine Willensnation muss wollen – Die politische Kultur der Schweiz: Zukunfts- oder Auslaufmodell?», 2004; «Demokratie und konzeptionelles Denken. Politik im Spannungsfeld von ökonomischen Zwängen, Emotionen und Zufällen.», 2015; «Die Durcheinanderwelt. Irrwege und Lösungsansätze», 2017; «Stresstest für die Demokratie. Wege und Irrwege aus der Coronakrise.», 2020.

BEITRÄGE FÜR DIE PROGRESS FOUNDATION

Buchbeiträge:

Vom Kredit zur Schuld (NZZ Libro)