Begrüssung und Einführung EC 50

(Es gilt das gesprochene Wort)

Dr. Gerhard Schwarz, Zürich

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
dear friends of Progress Foundation,

es ist für meine Stiftungsratskollegen und mich eine grosse Freude, Sie heute hier begrüssen zu können. Seien Sie herzlich willkommen.

I would like to welcome particularly the two speakers: the Chairman of the Governing Board of the Swiss National Bank, Thomas Jordan, and the General Manager of the Bank for International Settlements, Agustín Carstens. It is both an honor and a pleasure to have them with us today. Let us welcome the two gentlemen with a big hand. You will find their CVs on your seats.

On the podium three more people will join them

  • the economic historian Tobias Straumann, who stepped in for Ed Stringham
  • my fellow trustee, the economist and banker Ivan Adamovich
  • and Mark Dittli, editor-in-chief and co-owner of the online-paper “The Market”; he will moderate the discussion. They also deserve a big hand.

Unsere heutige Economic Conference ist in dreierlei Hinsicht besonders. Die erste Besonderheit ist, dass meine Einführung etwas länger ausfällt als sonst. Die zweite Besonderheit ist, dass uns Covid 19 fest im Griff hat. Es ist schon ungewöhnlich, zu einem mit Masken verhüllten Publikum zu sprechen, aber es muss sein, ob wegen der Behörden, dem ärztlichen Rat oder der Vernunft überlasse ich Ihnen.

  • Wegen Corona mussten wir den im Mai geplanten Anlass verschieben, und wir freuen uns, dass alle bei dieser Verschiebung mitgemacht haben.
  • Wegen Corona haben wir auch weniger Teilnehmer als sonst zugelassen, um Dichtestress zu vermeiden, und der nicht nur für Speis und Trank, sondern vor allem für den Austausch so wichtige Apéro riche wird an zwei Orten offeriert: im hinteren Teil dieses Saales sollten etwa 50 Personen locker Platz finden, im ersten Stock die restlichen 100. Sinnvollerweise bewegt sich nach der Podiumsdiskussion der vordere Teil des Saales über die Treppe in den ersten Stock und der hintere Teil nach hinten.
  • Wegen Corona kann der Präsident unseres Schwesterinstituts, des American Institute for Economic Research in Great Barrington, Massachusetts, Ed Stringham, nicht unter uns sein.
  • Auch im Zusammenhang mit Corona steht, dass wir beschlossen haben, auf eine Leinwand zu verzichten, um grosse Umbauten nach den Vorträgen zu vermeiden. Wir danken den Referenten für Ihr Verständnis, und wir bitten Sie ebenso um Verständnis, dass wir uns damit begnügt haben, die von den Referenten verwendeten Slides als Handout auf die Sitze zu legen.
  • Wegen Corona verzichten wir auch auf eine Frage- und Antwort-Runde nach den Vorträgen, was uns insofern nicht schwerfällt, als das Podium sicher die eine oder andere Frage, die Sie gerne gestellt hätten, aufnehmen wird.
  • Unabhängig von Corona gilt wie immer die Chatham House Rule. Das Gesagte darf also nur mit Einwilligung der zitierten Personen nach aussen getragen werden. Das gilt zumal für die Podiumsdiskussion, da die schriftlichen Fassungen der Referate ohnehin via SNB und BIZ zugänglich sind.
  • Schliesslich ist auch eine Folge von Corona, dass wir nach der Konferenz eine Filmaufnahme des Anlasses in leicht editierter Form auf unserer Website zugänglich machen werden.

Die dritte Besonderheit ist, dass dies die 50. Economic Conference ist, die wir veranstalten. Die erste Konferenz fand im April 1984 unter dem Titel «Money: A search for common ground» in Lugano statt, dem ursprünglichen Sitz der Stiftung. Neben vielen anderen sprach damals Georg Rich, der Chefökonom der SNB, zum Thema «Is Swiss Monetary Policy Really Monetarist?». Die Liste der Referenten in den 36 Jahren danach erfüllt uns ein wenig mit Stolz. Stellvertretend nenne ich nur einige wenige: James Buchanan, Vaclav Klaus, Dixy Lee Ray, Benjamin Friedman, Hans-Dietrich Genscher, Carl Christian von Weizsäcker, Allan Meltzer, Ernst Fehr, Alvin Rabushka, Deepak Lal, Richard Epstein, Roger Douglas, Otto Graf Lambsdorff, Harald James, Magdalena Martullo, Charles Murray, Ernst Baltensperger, Marie- Gabrielle Ineichen-Fleisch, Gerd Gigerenzer, David Owen, Rolf Soiron, José Casanova, William White, Hans-Werner Sinn, und einige heute hier Anwesende. Die Namen zeigen die Breite unseres Programms, es sind Politiker, Unternehmer, Ökonomen, Geisteswissenschafter, Naturwissenschafter darunter, eingedenk der Hayek’schen Devise, dass, wer nur Ökonom ist, kein guter Ökonom sein kann.

So decken auch unsere Bücher ein breites Feld ab, aber immer geht es in ihnen in irgendwie um Freiheit und Selbstverantwortung. Das neue Buch, die Frucht unseres 25. Progress-Foundation-Workshop, das dieser Tage erschienen ist, gilt der Meinungsfreiheit: «Reden und reden lassen. Anstand und Respekt statt politische Korrektheit» lautet der Titel. Unsere Gönner sollten es spätestens heute in ihrem Briefkasten haben. Jene unter Ihnen, die nicht Gönner sind, noch nicht Gönner sind, sollte ich sagen, können es heute zu einem reduzierten Preis bei uns oder später, etwas teurer, in einer Buchhandlung erwerben.

But back to the Economic Conferences: Almost a quarter of these conferences dealt with monetary issues in the broadest sense. There is a reason for this. Our founder, Colonel E. C. Harwood (1900 – 1980), considered “sound money” as central to a free, civilized society. Harwood’s career is special. He graduated from the United States Military Academy at Westpoint, served in the U.S. Army as Colonel and was Associate Professor of Military Science at MIT. He was a self- taught economist, studied financial excesses in governments and banks intensively and built up a reputation for prediction. Already in

1928 and 1929 he warned in financial journals, that the “boom” was primarily due to the excessive creation of purchasing power and that failure to stop this inflation would lead to the “collapse” that was later called the Great Depression.

“Sound money” was a narrow term for Harwood. He meant a commodity-based currency, a currency completely backed by gold or silver, for example, which has an intrinsic value – as opposed to fiat money. This is how the term is still understood by many today. Ludwig von Mises wrote that “sound money” belongs in the same class with political constitutions and bills of rights. Constitutional guarantees and bills of rights, he said, were a reaction against arbitrary rule and disregard of old customs by kings. Similarly, the gold standard can be seen as protection against the arbitrary depreciation of a currency by rulers. This politico-economic aspect also played a role in the choice of our topic today, but we understand “sound money” more broadly, namely as stable, strong, healthy, but best of all probably as solid money. And we are now eagerly awaiting the comments on this subject, first by the Director General of the Bank of Central Banks, Agustín Carstens, in English, and then, without interruption, by the president of our central bank, Thomas Jordan, in German. This will be followed by the panel discussion, also in English. Mark Dittli will take the lead, and will end the formal part at 1.15 the latest, because all our speakers have promised that they will stay at least some time for the Apéro riche. But now we are looking forward to our first speaker. Agustín Carstens, the floor is yours.

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